Bürgerinitiative verhindert den Neubau der FH Würzburg
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das kam eben per email rein…
Liebe Würzburger,
Anfang September letzten Jahres gab es gute Neuigkeiten für die Fakultäten Gestaltung und Informatik der Fachhochschule Würzburg: Nach langer Wartezeit wurden endlich die finanziellen Mittel für den Neubau am Sanderheinrichsleitenweg frei gegeben, der die Studenten eben genannter Fakultäten beherbergen wird. Seit Anfang diesen Jahres gibt es wieder Grund für Betrübnis: Die “Bürgerinitiative Alandsgrund” versucht mit aller Kraft den dringend benötigten Neubau zu verhindern. Was zunächst wie ein schlechter Scherz klang hat inzwischen genug Stimmen gesammelt, dass es am 27. Juli zu einem Bürgerentscheid kommen wird, in dem die Einwohner Würzburgs ihre Meinung zum geplanten Projekt einbringen dürfen.
Wir, die Studenten der Fakultät Gestaltung, wünschen uns endlich ein Zuhause für unsere Fakultät, die seit Jahren in Notunterkünften untergebracht ist. Verärgert müssen wir zusehen, wie die “Bürgerinitiative Alandsgrund” mit Schlagworten für Ihre Sache wirbt und dabei ungenau mit den Tatsachen umgeht. Denn gebaut wird nicht auf dem Alandsgrund sondern auf einem Acker, der gerade einmal in Sichtweite zum Naturschutzgebiet liegt. Als Ausgleich für die bebaute Fläche werden knapp 20.000 m² Biotope und Grünflächen neu angelegt.
Der Neubau schafft der Fakultät Gestaltung endlich die notwendigen Begegnungsstätte, die uns seit dem Auszug aus dem Gebäude an der Sieboldshöhe fehlt. Allein die Fakultät Gestaltung ist seitdem auf sieben Standorte in der Innenstadt und Sanderau verteilt. Abgesehen vom Gebäude in der Münzstraße enthalten diese Räumlichkeiten jeweils nicht mehr als zwei Seminarräume, die zum größten Teil in einem heruntergekommenen Zustand sind. Durch den Neubau können wir endlich diese Raumsituation aufgeben und in ein Gebäude zusammen ziehen. Dadurch würden die Standorte der Fachhochschule nicht weiter verteilt sondern auf weniger Orte konzentriert, wir hätten endlich eine Möglichkeit unseren Kommilitonen im Semester zu begegnen und müssten nicht mehr mit fehlender Belüftung, schlechter Akustik und überlaufenden Toiletten kämpfen.
Doch es steht noch mehr auf dem Spiel. Durch die Verkürzung des gymnasialen Schulwegs auf acht Jahre werden 2011 zwei Jahrgänge gleichzeitig ihren Abschluss machen und somit die doppelte Anzahl an Studienbewerbern hervorbringen. Um eine gleichberechtigte Ausbildung zu ermöglichen wurden die bayrischen Hochschulen und Fachhochschulen verpflichtet doppelt so viele Studenten aufzunehmen. Die aktuelle Raumsituation der Fachhochschule, gerade im Gebäude in der Münzstraße, bietet zur Zeit nicht mal der aktuellen Studentenzahl genügend Raum um ohne Komplikationen zu studieren. Darunter haben vor allem die Studenten der Fakultät Informatik zu leiden: Ihre regulären Vorlesungszeiten reichen von 8.15 Uhr bis 20.15 Uhr – ohne Mittagspause, da die vorhandenen Räume zu jeder Zeit genutzt werden müssen um den Lehrplan zu erfüllen. Um den Doppeljahrgang Abiturienten, der bereits in drei Jahren eintreffen wird, aufnehmen zu können gibt es eine Raumplanung, in der der Neubau am Sanderheinrichsleitenweg ein elementarer Bestandteil ist. Erfolgt der Spatenstich für den Neubau nicht im Herbst dieses Jahres, kann die Fachhochschule die notwendigen Kapazitäten für die erhöhten Studentenzahlen in Würzburg bis 2011 nicht zur Verfügung stellen. Jede Vorstellung in einem Hau-Ruck Verfahren einen anderen Plan zu erstellen sind utopisch wenn man bedenkt, dass bis zur endgültigen Bestätigung der aktuellen Planungen Jahrzehnte vergangen sind.
Gerade die von der Bürgerinitiative genannte Alternative, das angeblich noch 2008 frei werdende Areal der Leighton Barracs als Basis für eine Erweiterung der Fachhochschule zu verwenden, kann keine Lösung sein. Genau die Prüfung dieser Alternative war es, die die Entscheidung des Ministeriums für den Neubau hinaus gezögert hatte. Als Ergebnis der Untersuchungen fasst Wissenschaftminister Thomas Goppel zusammen, dass eine Erweiterung an diesem Ort “frühestens in acht Jahren realistisch” sei. Denn entgegen der Fläche am Sanderheinrichsleitenweg, für den der Bebauungsplan mit allen notwendigen Vorbereitungen bereits abgeschlossen ist, gehört das Land, auf dem die Leighton Barracs liegen, noch immer den Vereinigten Staaten von Amerika, eine Übergabe an dem deutschen Staat ist für den Herbst dieses Jahres gerade einmal geplant. Eine Klärung ob und wann die in Frage kommenden Flächen von der Stadt überhaupt benutzt werden können steht noch aus. Solange allein diese grundlegenste aller Unsicherheiten noch besteht kann man nicht davon reden, man habe in dem Areal eine Alternative zu den bestehenden Plänen.
Offensichtlich verärgert über die wiederholten Schwierigkeiten, die Bürger dem Staat beim Ausbau des Wissenschaftsstandortes Würzburg bereiten, hat Goppel inzwischen anmerken lassen, dass man nicht weitere Gelder in den Ausbau des Hochschulstandorts Würzburg investieren will falls die Neubaupläne in letzter Sekunde wieder von den Bürgern verhindert werden sollten. Statt dessen erwägt man die Millionenbeträge, die den Neubau komplett aus der Kasse des Freistaates finanzieren würden, dem Ausbau des Partnerstandortes Schweinfurt zukommen zu lassen, wo eine positive Stimmung gegenüber Neubauplänen herrscht. Würzburg droht damit zunächst eine Abwanderung der zwei Fakultäten, deren Umsiedlung in den Neubau am Sanderheinrichsleitenweg geplant ist, Gestaltung und Informatik. Auf lange Sicht könnte dies eine Verlegung der gesamten Fachhochschule in die benachbarte Stadt nach sich ziehen.
Mit einer Forderung der Aufgabe des Baus am Sanderheinrichsleitenweg stellt die Bürgerinitiative leichtfertig den Antrag uns Gestalter und Informatiker aus Würzburg zu vertreiben. Wir hoffen, dass die Bürger Würzburgs erkennen, dass eine Entscheidung gegen den Neubau eine Entscheidung gegen eine qualitativ hochwertige Hochschulausbildung in Würzburg ist. Wir glauben fest daran, dass eine Entscheidung gegen die Bildung in dieser Stadt nicht im Sinne der Würzburger sein kann. Wir hoffen auf die Stimme aller Würzburg für den Bürgerentscheid 2.
Denn eigentlich wollen wir nur ein Zuhause. In Würzburg.
Liebe Grüße,
die Studenten der Fakultät Gestaltung sind zu erreichen unter gremiumacht@gmail.com
weitere infos unter www.neubau.bierquartier.de
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Völlig richtig !
Ich finde allein die Kosten rechtfertigen schon, dass man es verhindert hat
wir müssen steuergelder für bildung ausgeben, nicht für kriege, wie in afghanistan!
Wofür es diese ganzen Initiativen gibt….
Ein Neubau wird verhindert?
Danke für den Tipp mit dem E
Unfassbar. Jetzt verliert die Bürgerinitiative gegen den Neubau völlig den Halt. Nachdem alle Argumente der BI vor allem hier im Web in Blogs vernichtend zerlegt wurden, werden sie jetzt richtig fuchtig. Letzte Woche kam man noch mit dem Argument, dass die vielen Autos zuviel Reifenabrieb auf der Straße hinterlassen würden. Eigentlich war damit schon eine Bankrotterklärung verkündet. Aber sie können noch tiefer sinken, wie ein Artikel in der Mainpost Online gestern (16.6.08) zeigt. Dass sie alles besser wissen als alle anderen ist nicht neu. Jetzt werden sie der Stadt Würzburg Täuschung und Tricks vor – und die Krönung: “Wir vertreten die Interessen der FH weitaus mehr als sie selbst.“ Ja geht´s noch? 30 anwohnende Sektierer und ein paar verbohrte Ökoanhänger sind schlauer als der Rest der Welt?
Mein Großvater hat immer gesagt: “Wer schreit hat Unrecht”. Ich hab diesen Spruch über 40 Jahre lang “beobachtet” und festgestellt, dass er stimmt. Die BI merkt wohl nun, dass sie keinen Boden mehr unter die Füße bekommt und wird patziger, unverschämter und der Ton wird deutlich rauer. Umso besser. Soll sich die Bevölkerung von Würzburg selber ein Bild von dieser Gruppe und damit eine Meinung bilden. Eigentlich braucht man jetzt gar nicht mehr groß argumentieren. Die fangen scheinbar an, sich selber extrem laut zu disqualifizieren. Recht so!
Kleiner Hinweis: Bei den Link am Ende des Artikels fehlt am ende ein “e” bei “.de”, so geht der Link ins Leere.
[...] der Fachhochschule gibt es auf den Seiten der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt selbst, im Dr. Motte-Blog, auf 320zeichen.de und auch im [...]
FH Neubau – JA zur Ausbildung in Würzburg…
(Bildquelle: Würzburg AG)
“Willkommen in der Universitätsstadt Würzburg…†Mit diesem Satz werden Besucher der Stadt schon am Bahnhof empfangen. Würzburg ist stolz darauf. Und Würzburg bildet nicht nur an der Universität sondern auch …
[...] sind schon im Netz festgehalten worden. Sogar bei Dr. »Loveparade« Mottes Blog ist ein Beitrag zum Bürgerentscheid zu [...]
Bürgerinitiative will Neubau der FH-Würzburg verhindern…
Thematisch passt dieser Artikel nicht ganz hier rein… aber besondere Ereignisse erfordern eben besondere Maßnahmen
! Und als betroffener (schreib ja noch meine Dipl. Arbeit) muss ich diese Plattform jetzt einfach mal nutzen um einige Dinge…
Für den SEO-Nachwuchs wird es ein wenig eng…
zumindest in Würzburg. Ich muss hier mal aus verschiedenen Gründen eine Lanze für meine ehemalige Fachhochschule brechen und es geht ja auch irgendwie um SEO dabei
Stein des Anstoßes ist der anstehende Neubau der FH-Würzburg….
Ja zum FH Neubau am Sanderheinrichsleitenweg…
Am 27. Juli 2008 werden die Würzburger Bürger dazu aufgerufen über den Neubau der Fachhochschule am Sanderheinrichsleitenweg zu entscheiden.
Konkret geplant ist dieser Neubau für die Fakultäten Gestaltung,Informatik und Wirtschaftsinformatik. Beso…
[...] hatte der wuerzblog ja schon über diese thema gebloggt. weitere details sind auch hier und auf der seite der fh-wuerzburg nochmal nachzulesen.auch der herr dekan hatte heute in der stadt [...]
Ich finde es gut, dass sich endlich auch mal die wahren Betroffenen zu Wort melden – die Studierenden. Mir ist völlig klar, dass es den direkten Anwohnern da oben gar nicht passt, wenn dort ein Hochschulbau kommt. Wahrscheinlich würden wir alle (wenn wir da oben wohnen würden) dagegen wettern. Das ist also verständlich und nachvollziehbar. Ich muss aber meinen Hut ziehen, wie es den wenigen Betroffenen gelungen ist, eine ganze Stadt mit zum Teil “verwirten” Argumenten zu instrumentalisieren!
Flächenversiegelung. Egal wo gebaut wird, dabei werden immer Flächen “versiegelt”. Außerdem sieht der Bauplan vor, dass im Umfeld Ausgleichsflächen geschaffen werden. Das ist immer so, wenn der Staat baut. Das Argument ist also ziemlich schwach.
US-Gelände. Wer sich auch nur ein klein wenig sachkundig macht weiß, dass es gar nicht so einfach ist, auf einem ehemaligen Kasernengelände zu bauen. Altlasten im Boden, ungeklärte Besitzverhältnisse (das Gelände geht an an die Bundesrepublik und nicht an Bayern oder gar Würzburg) und eine völlig neue Bauplanung (das kostet nicht nur zwofuffzich) sind nur die augenfälligsten Dinge. Und wer auf die Flächen ehemaliger Kasernen schaut (siehe Schwabach) erkennt, dass dort teilweise nach mehr als 10 Jahren noch nicht geklärt ist, was mit den Flächen passiert…
Schadensersatz. Die Stadt Würzburg hat schon eine Baugenehmigung erteilt. Völlig rechtens. Solle sie von den Bürgern dazu gezwungen werden, diese zurück zu nehmen, wird die Stadt schadensersatzpflichtig. Irgendjemand muss ja für die bereits entstandenen Kosten (geht in die Mio) aufkommen. Letztlich der Würzburger Steuerzahler.
G8. Wird der Neubau verhindert, bleiben viele Abiturienten 2011 auf der Straße sitzen und werden keinen Studienplatz bekommen. Der PLATZ IST EINFACH NICHT DA! Das nicht zu berücksichtigen erscheint mit besonders asozial…
Hat man das alles den instrumentalisierten Gegnern erklärt? Sicher nicht. Man kam mit einfachsten Kampfparolen “Hier wird wunderbare Natur verschandelt, sollen die doch auf das Kasernengelände”. Jeder der nur diesen Satz hört, denkt sicher “Warum nicht, hört sich schon plausibel an”. Leider ist es wie so viel im Leben nicht sooo einfach.
Ich würde mir wünschen, dass noch viel mehr Studierende ihrem Unmut Luft machen. Die kennen alle die unerträgliche Raumnot und die eigentlich unzumutbaren Verhältnisse. Das muss man tatsächlich der Würzburger Bevölkerung einmal näher bringen – über WAS sie hier eigentlich abstimmen. Die Zukunft ihrer Kinder und der allseits zumindest als Lippenbekenntnis geäußerte Verbesserung der Bildung. Wir brauchen bessere Möglichkeiten für Bildung. Und mehr Abiturienten sollten studieren. Traditionelle Industrie bricht immer mehr weg und wandert ins billige Ausland. Wir können nur mit noch mehr und besseren Denkern/innen gegenhalten. Würzburg will nun auch anscheinend die Bildung auslagern.
Also: Sprecht mit Eltern, Verwandten, Bekannten und macht Euch auch wie hier über das Web Luft. Und stellt um Himmels willen den Unsinn richtig und bloß, mit dem die Gegner Stimmung machen.