Kategorie-Archiv: Gesundheit

Laute Musik

Ich fange jetzt hier mal mit einem neuen Thema an und habe deshalb auch gleich eine interessante Frage die ihr mir vielleicht beantworten könnt oder beim herausfinden helfen könnt. Ich hätte nämlich gerne gewußt, ob das Hören von lauter Musik das Gehör schädigt und ob es dafür einen wissenschaftlichen Beweis gibt. Ich wäre Euch für jeden Tip oder Hinweis dankbar…

Ich sage schon mal danke sehr

Ps
Dieser Eintrag wurde wurde auf einem iPhone mit hilfe des wordpress app geschrieben

#dr_motte at Nature One Kastellaun & We Love Summer Regenburg

dr. motte will play a classic techno set at nature one open air festival at the classic terminal tonite

here are more infos: http://praxxiz.de/booking/wp/2012/07/you-are-star-nature-2012/

here’s a video for you: dr. motte live dj-set at ruhr in love 2012

next date:

  • Saturday 4/8/2012 14:00
  • dr. motte will play a live dj-set at the we love summer festival 2012 in regensburg

 WE LOVE SUMMER - 90ies, Disco, Black

 

dr. motte booking by www.praxxizbooking.com

 

don’t forget!
save your dance culture in germnay!
please sing the gema petition against the new gema tarif 2013!
“gema verliert augenmaß” “rettet deine kultur!
Stoppt die GEMA Tarifreform 2013

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DO. 22/09/2011 16 Uhr Pabstdemo “Keine Macht den Dogmen”

Das Bündnis „Der Papst kommt“ hat auf seinem gestrigen Netzwerktreffen für die Demonstration gegen die menschenfeindliche Geschlechter- und Sexualpolitik des Papstes das Motto „Keine Macht den Dogmen“ beschlossen. Die Demonstration startet am 22. September 2011 um 16.00 Uhr mit einer Kundgebung am Potsdamer Platz. Mehr lesen.

Demoroute:

Dr. Motte: “Wenn es einen Gott gibt, der dieses Universum erfunden hat, dann ist der Geist Gottes in allem. In jeder Lebensform und Lebensweise.”

Das Grundgesetz Artikel 5 Absatz 3 Über Freiheit von Kunst, Wissenschaft, Forschung und Lehre

Grundgesetz
für die Bundesrepublik Deutschland

I. Die Grundrechte

Artikel 5

(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

(2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.

(3) Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.

original unter
http://www.bundestag.de/dokumente/rechtsgrundlagen/grundgesetz/gg_01.html

kostenloser download unter
https://www.btg-bestellservice.de/index.php?navi=1&subnavi=50&anr=10060000

Stellungnahme – Dr. Motte über die Bemühungen um eine „Love Parade 2011

Stellungnahme:

Dr. Motte über die Bemühungen um eine „Love Parade 2011“

Für den kommenden Samstag, 23.07.2011, wird auf Facebook für die Veranstaltung „Love Parade 2011“ geworben. Die Initiatoren geben zwar an, dass dies keine offizielle Veranstaltung sei, dennoch ist in der Beschreibung das Datum, die Uhrzeit und der Ort angegeben. Des Weiteren ist die Möglichkeit eingeräumt: „Wenn dieser Status ändert, wird es auf dieser Website veröffentlicht werden.“ Auch ein regionaler Radiosender kündigte bereits eine Live-Übertragung vom Ort des Geschehens an. Angesichts dieser und weiterer Bemühungen ähnlich gearteter Initiativen, sowie des großen Medieninteresses, nimmt Dr. Motte (Matthias Roeingh, Gründer der Loveparade) nun ausführlich Stellung dazu.

Dr. Motte:

„Schon wenige Tage nach dem Unglück letztes Jahr, gingen in unserem Büro die ersten Anrufe von diversen Initiativen ein, die unbedingt eine Fortführung der Loveparade organisieren wollten. Sie baten entweder um meine Unterstützung oder stellten, wie erst kürzlich, sofort klar, sie würden es durchziehen – egal ob mit mir oder ohne mich. Einige teilten mir sogar mit schon Verträge mit diversen Sponsoren zu haben. Dieser ganze Aktivismus zeigt mir zwar einerseits ganz klar, dass ein riesiger Bedarf besteht. Dennoch stehe ich dem Ganzen mit höchster Skepsis gegenüber und kann davor eigentlich nur warnen. Ich sehe keine ordentliche Planung, kein Sicherheitskonzept. Die Sicherheit von Leib und Seele muss immer an erster Stelle stehen.

Doch zunächst stellt sich mir die Frage: Worum geht es denn eigentlich wirklich? Gibt es ein ernsthaftes Interesse an der Kultur der elektronischen Tanzmusik? Die Antworten hierauf lauten meistens: „Aber es muss doch weitergehen!“, „Der Schaller kann das doch nicht entscheiden, das ist doch unsere Parade!“ oder „In Fußballstadien sind ja auch schon Menschen gestorben und es geht weiter!“. Immer wieder muss ich ganz klar feststellen, viele Leute haben leider gar nichts verstanden.

Die Loveparade war immer der Feiertag der elektronischen Musik und die weltweit größte Jugend-Friedens-Demonstration. Unsere elektronische Musikkultur zeichnete sich von Anfang an dadurch aus besonders tolerant, friedlich und vor allem „united“ zu sein. Doch gerade dieses Gemeinsame hat seit dem Unglück 2010 massiven Schaden genommen. Die Katastrophe in Duisburg hat unsere elektronische Musikszene krass gespalten. Und das gerade jetzt, wo eigentlich ein besonderer Zusammenhalt gefragt ist.

We are one family

Es mag für Einige nostalgisch oder weltfremd klingen, aber ich vertrete immer noch das Motto „We are one family“. Gerade in schwierigen Zeiten sollte eine Familie zusammenhalten, sich gegenseitig Kraft geben und helfen die Schmerzen und die Trauer zu überwinden. Das sehe ich hier aber nicht. Stattdessen gibt es Einige, die entgegen aller Bedenken die Meinung vertreten, es muss unbedingt sofort weitergehen, eine Trauerminute auf einer neuen Parade wäre ja schließlich auch eingeplant usw. Auf der anderen Seite stehen die Gegner, die sich ganz klar gegen eine Loveparade aussprechen. Dieser ganze Streit wird öffentlich im Internet ausgetragen. Und unter diesen Vorraussetzungen soll eine Loveparade weitergehen? Das ist doch paradox! Ich frage mich ernsthaft, wie weit sich unsere Szene schon voneinander entfernt hat, um so rücksichtslos miteinander umzugehen? Wir sind von dem Spirit und dem Lebensgefühl gerade weiter entfernt denn je. Liebevoller und respektvoller Umgang miteinander sieht anders aus.

Wir sollten jetzt lieber darüber nachdenken, wie wir den Opfern, den Angehörigen und Beteiligten helfen können. Sie haben bei diesem Unglück enorme körperliche und seelische Schäden erlitten. Unser aller Interesse sollte daher darin liegen, ihnen alle mögliche Hilfe zukommen zu lassen und sei es nur die Zeit, die sie zum Trauern und zum Verarbeiten brauchen. Wir haben gemeinsam die Möglichkeit an der Heilung zu arbeiten und damit ein Zeichen für die ganze Welt zu setzen. Ich kann mir bei besten Willen nicht vorstellen, dass eine Party mit dem Namen „Love Parade“, die zudem auch noch einen Tag vor dem Jahrestag des Unglücks stattfinden soll, auch nur Irgendjemandem hilft.

Das Risiko ist unkalkulierbar

Ganz nüchtern betrachtet, abgesehen von all dem Idealismus und dem Mitgefühl, möchte ich auch noch einmal an den gesunden Menschenverstand Aller appellieren: Wer hat denn überhaupt die Kompetenz so eine Massenveranstaltung durchzuführen? Wir konnten doch alle in den Medien verfolgen wie aus der Geburtstagsparty eines Teenagers ein gigantischer Massenauflauf wurde – multipliziert um den Faktor „Loveparade“… Wer wird denn für so eine unvorhersehbare Sache mit unkalkulierbarem Risiko die Verantwortung übernehmen? Sicherlich nicht die Initiatoren der Veranstaltungsseite der „Love Parade 2011“, die sich schon im Vorfeld aus der Verantwortung ziehen, indem sie schreiben: „…tut dies auf eigene Rechnung. Immer darauf achten, den Anweisungen der Polizei und Beamte der Stadt folgen.“

Bevor man überhaupt eine Diskussion darüber beginnt, ob und wie eine mögliche Fortführung einer „Loveparade“ aussehen könnte, muss erst einmal eine ganzheitliche Heilung in Gang gesetzt werden – beginnend mit einer gründlichen und lückenlosen Aufklärung, Trauerarbeit und Traumabehandlung.

Das Eine sollte uns das Unglück in Duisburg wenigstens gelehrt haben: So wie es zuletzt gelaufen ist, kann und darf es definitiv nicht weiter gehen. Diese Veranstaltung hat nichts in den Händen von privaten, business- oder profitorientierten Unternehmen zu suchen. Es müsste ein ganz neues Konzept entwickelt werden, dass die Musik und die Kultur in den Vordergrund stellt, die Sicherheit der Besucher gewährleistet und die Veranstaltung vor Missbrauch und kommerzieller Ausbeute schützt. Aber von Alledem sind wir noch weit entfernt.

Ich kann nur hoffen, dass die Stadt Berlin auf diesen Samstag gut vorbereitet ist, die Veranstaltung sachgemäß geplant und angemeldet ist und Niemand dabei zu schaden kommt.“

Kontakt:
Team Dr. Motte, Ansprechpartnerin: Ellen Dosch, eldo[@]praxxiz,de

Heute ist transgenialer CSD in Berlin

alle infos zum tCSD findet ihr unter http://transgenialercsd.wordpress.com/

hier das promo video °L°


Transgenialer CSD 2011 from Stephane Morey on Vimeo.

sehen wir uns dann heute am heinrichplatz in kreuzberg?

Hans Cousto über “Partykultur und Psychonautik – Ein Weltkulturerbe”

hier eine email die gestern von hans cousto rein kam welche ich euch sehr ans herz lege, schaut euch das video an…

Einen herzlichen Gruß zuvor!

Tribble war die letzten Tage fleißig bei der Arbeit und hat meinen Vortrag zum Thema “Partykultur und Psychonautik – Ein Weltkulturerbe”, den ich am 2. Weltkongress der Hedonistischen Internationalen gehalten habe, geschnitten und die Texte und Bilder der Slide-Show in den Vortrag eingefügt und online gestellt. Das Ergebnis ist hier zu sehen:

http://www.psi-tv.de/partykultur-psychonautik-weltkulturerbe-referat-hans-cousto-23-06-2011

In dem Vortrag (bei Minute 49) komme ich auch auf “electrocult” zu sprechen …

Mit internetten Grüßen, Hans Cousto

[.ausgestrahltNews] Beunruhigende Nachrichten in Sachen Ausstieg


.ausgestrahlt-Newsletter
19. Mai 2011
es schreibt: Jochen Stay

Lesen, Handeln und Weiterschicken!

Liebe Freundinnen und Freunde,

da stellt die eher atomfreundliche Reaktorsicherheitskommission (RSK) fest, dass kein AKW in Deutschland alle nötigen Sicherheitskriterien erfüllt und der Bundesumweltminister behauptet daraufhin munter, dann wäre es ja an der Zeit, vier Reaktoren stillzulegen. Und was ist mit den anderen? Die CSU will sich inzwischen mit dem Ausstieg bis 2022 Zeit lassen und zwischendurch nochmal überprüfen, ob es nicht vielleicht doch noch ein paar Jahre länger gehen soll. Die Kanzlerin traf sich gestern mit Wirtschaftsvertretern und nichts drang davon nach außen. Die Lobbyisten der Atomwirtschaft sind in diesen Wochen im Dauereinsatz.

Beunruhigende Nachrichten also. Alle, die dachten, jetzt sei der Atomausstieg zum Greifen nah, müssen dieser Tage feststellen, dass die Auseinandersetzung noch lange nicht gewonnen ist. Umso wichtiger also, dass am 28. Mai in 21 Städten bundesweit möglichst viele Menschen auf die Straße gehen, um der Bundesregierung zu signalisieren: Wenn Ihr jetzt nicht endlich ernst macht in Sachen Ausstieg, dann wird der Konflikt um die Atomkraft unvermindert weitergehen.

Deshalb mein eindringlicher Appell an Dich: Überlass das Handeln nicht den Atomlobbyisten! Bleib die nächsten Tage aktiv, damit am 28. Mai möglichst viele auf die Straße gehen! Komm selbst zu der Demo in Deiner Nähe und bringe so viele Menschen mit, wie in Deinen Kräften steht!

Alle Infos zu den Demo-Orten, zu Anreise, Ablauf und Mobilisierungs-Material findest Du hier:
http://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/28mai

Es grüßt

Jochen Stay
und das ganze .ausgestrahlt-Team



Spenden unter .ausgestrahlt
– Spendenkonto 2009 306 400 – BLZ 430 609 67 (GLS-Bank)

Pressemitteilung zu den aktuellen Verhandlungen des Landes Berlin mit RWE und Veolia

Senat ignoriert Volksentscheid

Der Berliner Senat verhält sich so, als hätte es keinen Volksentscheid am 13. Februar 2011 gegeben. Er macht sich weiter zum Erfüllungsgehilfen von Privatinteressen. RWE hat Schätzungen zufolge seit 1999 aus den Berliner Wasserbetrieben 650 Mio. Euro Gewinn gezogen und will sich den Ausstieg mit mehr als 800 Mio. Euro vergolden lassen. Offenbar betrachtet der Atomkonzern RWE den Berliner Landeshaushalt als wohlfeile Melkkuh. Auch wenn Senator Nußbaum die genannte Summe für zu hoch hält, läßt er offen, ob er die anfechtbaren Gewinngarantien aus den Konsortialverträgen in den Verkaufspreis einrechnet oder nicht.

Alle Verhandlungen mit RWE und Veolia finden trotz Volksentscheid wieder hinter verschlossenen Türen statt. Das betrifft auch die Schiedsgerichtsverhandlungen zwischen dem Senat und den Privaten über die Höhe des betriebsnotwendigen Kapitals. Nicht einmal die Zusammensetzung des Schiedsgerichts ist bekannt, geschweige denn die wesentlichen Inhalte der Auseinandersetzung. Böse Zungen behaupten, auch die Industrie- und Handelskammer säße mit am Tisch.

Auch bei diesen Verhandlungen geht es nicht etwa um Peanuts: vor dem Schiedsgericht streiten sich die Teilnehmer, ob die Privaten an das Land knapp 270 Mio. Euro zahlen sollen oder ob die Privaten vom Land noch 320 Mio. Euro bekommen.

All diese Geheimverhandlungen lassen befürchten, dass der Senat erneut zum Vorteil von Privatinteressen und zum Schaden des Landes – und damit die Berliner Bevölkerung – handeln will.

Es ist endlich an der Zeit, dass der Senat den Volksentscheid und damit das vom Volk beschlossene Gesetz ernst nimmt: Dieses Gesetz stellt dem Senat keinen Freibrief für die nächste Runde zweifelhafter Geschäfte im geheimen Kämmerlein aus. Vielmehr sind Abgeordnetenhaus und Senat aufgerufen, die bisherigen dubiosen „deals“ einer öffentlichen kritischen Prüfung zu unterwerfen und daraus die richtigen Konsequenzen zu ziehen, auch bei der Einschätzung des aktuellen Wertes der Berliner Wasserbetriebe.

Nur so ist sicher zu stellen, dass unser Wasser nicht für Privatgewinne missbraucht wird, sondern im Interesse der Berliner Bevölkerung bewirtschaftet wird.

Es wäre ferner endlich an der Zeit, dass der Senat selbst kritisch prüft, inwieweit die Gewinngarantien, die seine Vorgänger den Privatfirmen in den Teilprivatisierungsverträgen zugestanden haben, überhaupt geltendem Recht entsprechen.

Nach den aktuellen Äußerungen von Nußbaum sieht es so aus, als hätte der Senat auch durch den  Volksentscheid nichts dazu gelernt. Er scheint weiter zu versuchen, mit den bekannten alten Tricks private Lobbies auf Kosten der Berliner zu bedienen. Das widerspricht klar dem Geist des gerade verabschiedeten Volksgesetzes.
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Kontakt:
Ulrike Kölver, Tel.  0178 631 30 89
Gerhard Seyfarth, Tel. 0170 200 49 74

[PM] Friedensratschlag: Krieg gegen Libyen sofort stoppen!

Kassel/Berlin, 21. März 2011


Zum Angriff von NATO-Staaten auf Libyen erklärten die Sprecher des Bundesausschusses Friedensratschlag in einer Stellungnahme:

Selbst wer geglaubt hatte, mit der Einrichtung einer Flugverbotszone unblutig und in kurzer Zeit Angriffe auf die libysche Zivilbevölkerung verhindern zu können, muss sich bitter getäuscht fühlen.

Nicht nur, dass Massenbombardements mit US-Marschflugkörpern und aus Tarnkappenbombern Schäden unter der libyschen Zivilbevölkerung anrichten, nein, sie führen auch zur Ausweitung und Intensivierung militärischer Aktionen der Angegriffenen. Das vorgebliche Ziel der alliierten Invasoren, einen Waffenstillstand zwischen den libyschen Konfliktparteien herbeibomben zu wollen, ist schon im Ansatz gescheitert.

Eines ist jetzt schon sicher: Die Fortsetzung der westlichen Bombenangriffe wird den Blutzoll in Libyen weiter steigern. Hinzu kommt, dass der Konflikt nicht aus der Luft entschieden wird, sondern am Boden. Wir fragen: Wo liegt die Grenze des westlichen Kriegseinsatzes? Bisher ist der Einsatz von Bodentruppen durch die UN-Resolution 1973 (2011) ausgeschlossen. Auch die US-Regierung schließt einen Einsatz von Bodentruppen aus. Wie lange noch? Was ist, wenn es Gaddafis Truppen gelingt, nach Benghasi einzudringen? Werden dann westliche Bomben auf Benghasi gelenkt? Werden westliche Truppen in Benghasi eingesetzt? Was geschieht im umgekehrten Fall, wenn sich die Aufständischen mit Hilfe der westlichen Luftwaffe durchsetzen sollten? Wird dann spätestens vor den Toren der Hauptstadt Tripolis durch westliche Truppen dem Vormarsch der Aufständischen Einhalt geboten, weil die Zivilbevölkerung in der Hauptstadt geschützt werden muss?

Alle diese Fragen sind unbeantwortet, müssen aber beantwortet werden, denn das Ende einer Militärintervention müsste von Anfang an mitbedacht werden. Es sei denn, man legt es tatsächlich darauf an, sich in Libyen festzusetzen. Dieser Verdacht drängt sich förmlich auf. Von Anfang an scheint Regime-Change wie in Afghanistan und im Irak das wahre Ziel des Westens zu sein.

Denn der Nutzen eines Regime-Change wäre beträchtlich. Es winkt der uneingeschränkte Zugriff auf die Erdöl- und Erdgasressourcen Libyens. Das libysche Öl, die größten Vorkommen Afrikas, haben einen derzeitigen Marktwert von rund 5 Billionen, das Gas von etwa 500 Mrd. Dollar. Mehr noch: Nach einem Regime-Change könnten westliche Mächte wieder Militärbasen einrichten. Das würde den Status Libyens vor 1969 zu Zeiten König Idris wieder herstellen, dessen Stamm der Senussis heute zu den Aufständischen zählt.

Alt bekannte Lügenmuster über angebliche Massenvernichtungswaffen in Diktatorhand machen schon wieder die Runde. Jüngste Meldungen in US-Medien, wonach sich westliche Stellen besorgt darüber zeigen, dass das Gaddafi-Regime Senfgasbestände gegen die eigene Bevölkerung einsetzen könnte, gehören in diese Kategorie. Etwa 600 km von Tripolis entfernt lagern knapp 10 Tonnen Senfgas in Fässern, um sie unter Aufsicht der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) durch Verbrennung zu vernichten. Libyen hat bereits im Jahr 2004 sämtliche 3.300 Bomben zerstört, in denen es eingesetzt werden könnte. Senfgas auf andere Art und Weise zu transportieren ist extrem schwierig. Die aktuelle Erwähnung der libyschen Massenvernichtungswaffen von interessierter Seite soll einen Kriegsgrund nachliefern. Er ist an den Haaren herbeigezogen.

Während die Arabische Liga, Russland und China ihr Bedauern über den brutalen westlichen Kriegseinsatz in Libyen zum Ausdruck gebracht haben, suchen wir diese Reaktion von der deutschen Regierung, die sich wie die beiden Vetomächte der Stimme im UN-Sicherheitsrat enthalten hatte, vergeblich. Zwar hat die Bundesregierung ihre berechtigte Skepsis gegenüber dem Erfolg des westlichen Krieges unterstrichen, aber ihre Handlungen unterstützen genau diesen Krieg.

Die Bundesregierung hat sämtlichen NATO-Beschlüssen zugestimmt, hat der US-Regierung die uneingeschränkte Nutzung ihrer Militärbasen in Deutschland gestattet und lässt es zu, dass das US-Kommando für Afrika (AFRICOM) in Möhringen bei Stuttgart den Angriff der USA auf Libyen koordiniert. Das Verhalten der Bundesregierung ist nicht nur doppelzüngig, sondern verlogen.

Mit ihrem überflüssigen Angebot Bundeswehrsoldaten für AWACS-Maschinen der NATO im Afghanistankrieg als Kompensation für deren Einsatz im Libyen-Krieg zur Verfügung zu stellen, weitet die Bundesregierung ihre Verstrickung in den Afghanistankrieg aus. Wochen zuvor noch hatte sie Anfragen der USA vehement abgelehnt. Denn diese Einsatzerweiterung wollte damals partout nicht zu ihrer Rhetorik des angeblichen Abzugs aus Afghanistan passen. Überflüssig ist dieses deutsche Angebot deshalb, weil allein die USA über 42 AWACS-Maschinen verfügt, die längst nicht alle im Einsatz sind.

Der Bundesausschuss Friedensratschlag fordert mit allem Nachdruck,
- die Angriffe westlicher Staaten auf Libyen unverzüglich einzustellen und
- neutrale internationale Vermittler zu bestellen, die am ehesten von der Afrikanischen Union kommen könnten, um die Konfliktparteien in Libyen zu einer unverzüglichen Waffenruhe zu bewegen; die Waffenruhe könnte durch die Afrikanische Union überwacht werden.

Von der Bundesregierung verlangen wir, sich der Distanzierung vom Krieg, wie es die Arabische Liga, Russland und China getan haben, anzuschließen und den USA die Nutzung der Militärbasen und Militäreinrichtungen in Deutschland zu untersagen.

Den Bundestag fordern wir auf, den AWACS-Einsatz im Afghanistankrieg mit deutschen Soldaten abzulehnen.

Der Bundesausschuss Friedensratschlag unterstützt die Aktivitäten der Friedensbewegung, die sich in den kommenden Tagen überall im Lande für ein sofortiges Ende des westlichen Angriffs auf Libyen einsetzen.

Für den Bundesausschuss Friedensratschlag:
Lühr Henken, (Berlin)
Peter Strutynski (Kassel)
-
Unsere Empfehlung: Libyen-Dossier auf der Website der AG Friedensforschung: www.ag-friedensforschung.de/regionen/Libyen/Welcome.html

Strom sparen + 26. März 2011 Großdemo: “Fukushima ist überall”

Dr. Motte sagt:

“Wer Strom spart, verbraucht weniger Energie und macht

dadurch Atomkraftwerke überflüssig.”

 

Großdemonstration in Berlin

Fukushima mahnt: Atomkraft abschalten!