Tibetan Solidarity Committee (Tibetisches Solidaritätskomitee), http://www.stoptibetcrisis.net
Pressemitteilung, 13. August 2008
Tibet durch das Prisma der Pekinger Olympiade betrachtet
=============================================================
Ein tibetisches Sprichwort besagt: „Wenn man einen Teil einer Sache durchblickt, versteht man auch die ganze“. So können wir auch die Situation Tibets durch das Prisma der Olympischen Spiele in Beijing anschauen.
Einige Wochen vor dem Beginn der Olympischen Spiele in Beijing ordneten die Behörden die Ausweisung von Personen tibetischer Herkunft aus der Stadt und Umgebung an und befahlen ihnen, sich in ihre Heimat oder an andere weit entfernte Orte zu begeben. Hotels und Gästehäuser wurden angewiesen, die Ankunft jedes Tibeters unverzüglich der nächsten Polizeistation zu melden.
Ein Künstlertrupp aus der Autonomen Region Tibet (TAR) hatte Monate lang für seinen Auftritt bei der Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele geübt. Die Darsteller wurden für weitere rigorose Proben, die sich über mehrere Tage und Nächte erstreckten, im voraus nach Peking beordert. Doch trotz dieses riesigen Aufwands waren 99 % der Auftritte bei der
Eröffnungszeremonie von der vorherrschenden Han-Kultur bestimmt, während die anderen 55 Nationalitäten, darunter auch Tibeter, auf ein paar Sekunden beschränkt wurden. Hier trat einmal mehr der übliche Han-Chauvinismus der chinesischen Regierung zu Tage.
Das tibetische Volk ist für seine Tapferkeit, seine Kraft und Gewandtheit bekannt. Doch trotz dieser ihm angeborenen Fähigkeiten hat bislang noch kein Tibeter China während der Olympischen Spiele repräsentiert, nicht einmal in den Disziplinen Reiten oder Bogenschießen, in denen sich die Tibeter durch großes Geschick auszeichnen, ganz zu schweigen von den anderen Sportarten, für die kein einziger Tibeter nominiert wurde.
Was wir allerdings als ein Spezialprogramm während der Olympischen Spiele erachten können, ist eine Ausstellung, in der die „finstere und barbarische alte tibetische Gesellschaft“ vorgestellt wird, die sich, wie die chinesische Regierung behauptet, dank der Fürsorge der Kommunistischen Partei in eine „strahlende und glückliche Gesellschaft“ verwandelt habe.
Die chinesische Regierung erlaubte Medienvertretern während der Olympischen Spiele, alle Orte des Landes außer Tibet zu besuchen. Tibet befindet sich weiterhin in einem Zustand militärischer Belagerung mit einschneidenden Restriktionen für die Bevölkerung. Die Berichte über Verhaftungen und Hausdurchsuchungen, ja sogar über willkürliche Erschießungen, reißen nicht ab. Die Mönche der Klöster Drepung und Nechung in Lhasa befinden sich weiterhin unter strengster Aufsicht durch das Sicherheitspersonal und haben keine Bewegungsfreiheit. Tibetischen Beamten wurde außerdem verboten, während der olympischen Spiele von ihren Arbeitsplätzen fern zu bleiben und Urlaub zu nehmen.
Tibet-Aktivisten, die in Beijing gegen die chinesische Tibetpolitik protestierten, wurden augenblicklich festgenommen und des Landes verwiesen, während Reporter, die diese Vorfälle aufzunehmen versuchten, angegriffen und abgeführt wurden, um sie an der Berichterstattung zu hindern.
Die Art und Weise, wie China die Olympischen Spiele gestaltet, zeigt uns, daß es keine Spur von Gleichheit unter den Nationalitäten gibt und das tibetische Volk genauso wie zuvor unterdrückt wird. All dies steht in krassem Widerspruch zu Mao Tsetungs Diktum: „Beijing gehört allen 56 Nationalitäten Chinas.“
Übersetzung: Melanie Pelka, Adelheid Dönges, Revision: Angelika Mensching
*************************************************************
* Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)
* Arbeitsgruppe München
* Adelheid Dönges, Packenreiterstr. 18, 81247 München
* Tel (+49 89) 811 35 74 oder (+49 40) 480 80 77 (Angelika Mensching)
* tibet(@)igfm-muenchen.de, www.igfm-muenchen.de/tibet/tibetstart.html
* Spendenmöglichkeit: IGFM München,
* Kto 158393803, Postbank München, BLZ 700 100 80
* IBAN DE71700100800158393803 – BIC PBNKDEFF
***********************************************************
Dr. Motte sagt: “Olympia ist die Zeit zwischen den Spielen”
“Elitär, autoritär, undemokratisch – Die olympische Führungskaste IOC
Das Internet ist zensiert, ausländische Reporter können sich nicht frei bewegen, von Pressefreiheit keine Spur. Das Gastgeberland China zeigt sich kurz vor Eröffnung der Olympischen Spiele unnachgiebig diktatorisch.”
DAS WOLLTE ICH EUCH NICHT VORENTHALTEN! da hab ich ein schönes t-shirt als protest gegen die olypischen spiele gefunden…
klickst du foto, kriegst du t-shirt
loß, zieht das t-shirt an und zeigt allen, daß wir die spiele in china doof finden, in einem land, in dem die pressefreiheit und meinungsfreiheit nicht existiert, jährlich 8000 todesurteile gefällt werden, neun millionen bauern keine rechte haben, und selbst erdbebenopfer die jetzt die mißstände anklagen ins gefängniss wandern, die auf dem platz des himmlischen frieden ein massaker gegen demonstrierende studenten verübten und die friedlichen tibeter und mönche wegen der ausübung ihrer religion foltern und einsperren. hat so ein land die olypischen spiele verdient? dr. motte sagt: “NO-OLYMPIA 2008 IN PEKING!”
100 Millionen Kerzen Für Tibet Weltweit
Heute ab 21.00 UhrCandle 4 Tibet. Kerzen zu Hause oder an öffentlichen Plätzen aufstellen
- Morgen ist die Eröffnung der Olympischen Spiele in Bejjing.
Immer wieder wird gefragt, wie die Menschenrechtsorgansiationen, die über Ereignisse in Tibet berichten, zu ihren Informationen kommen. Hier ist die Antwort darauf, aus der deutlich wird, welche Gefahr Tibeter eingehen, die eine Nachricht nach außen dringen lassen. www.phayul.com, 31. Juli 2008 Ausplaudern von Staatsgeheimnissen: Peking ahndet jegliches Reden über Menschenrechte ============================================================================ Tenzin Norgay vom Tibetischen Zentrum für Menschenrechte und Demokratie (TCHRD) verfolgt die aus Tibet kommenden Berichte über Menschenrechtsverletzungen nun seit über sechs Jahren. Besonders zu schaffen machen ihm die unrealistischen Hoffnungen jener, die sie ihm übermitteln. „Jeder erwartet, daß sich die Dinge über Nacht änderten“. Der 30jährige Norgay ist einer der 12 Mitarbeiter des Tibetan Centre for Human Rights and Democracy (TCHRD) in Dharamsala, einer bescheidenen aber motivierten NGO, die sich der Überwachung der Menschenrechtslage in einem Land gewidmet hat, in dem wohl schärfere Kontrollen als irgendwo sonst auf Erden herrschen. Meistens kommen die Informationen, die das Zentrum erhält, über eine Drittpartei, oftmals über Tibeter im Exil. In letzter Zeit jedoch schmolzen die Berichte, die früher das Büro überfluteten, infolge der extrem harten staatlichen Überwachungsmaßnahmen in Tibet auf einen Bruchteil zusammen.
Es ist schon ein Riesenproblem, überhaupt Menschenrechtsinformationen aus Tibet zu bekommen, doch das Personal des TCHRD sieht sich einer noch größeren Herausforderung gegenüber, nämlich der, die erhaltenen Berichte zu verifizieren. „Sie könnten sich als ein bloßes Gerücht herausstellen, weshalb wir sehr behutsam vorgehen müssen, um herauszuschälen, was die wirkliche Lage ist“, sagte Norgay. Auf meine Frage, was sie tun, wenn sich eine Information, die sehr wichtig erscheint, nicht als echt erweisen sollte, antwortet er: „Wenn wir mit unseren Quellen die Geschichte nicht untermauern können, dann lassen wir sie fallen, es ist sehr problematisch“.
Die logistischen Schwierigkeiten sind eng mit den ethischen verbunden. Das Zentrum verfügt über eine Reihe von Bildern, die es nicht veröffentlichen kann, weil es nicht genügend erhärtende Informationen dazu hat. Doch selbst wenn die Mitarbeiter ein Bild als echt erklären können, entscheiden sie vielleicht doch, es nicht herauszugeben. „Wir alle wissen, daß derartige Bilder großes Unheil für die Urheber und Übermittler bedeuten können.“ Damit eine Geschichte oder ein Photo ernst genommen werden, müssen sie von Details wie Name, Alter und Ort begleitet werden. Und da ist der Haken. Durch derartige Angaben werden Menschen in Gefahr gebracht.
Gelegentlich gerät das Zentrum in Konflikt mit Reportern, die Namen und Tatsachen verlangen, um für ihre eigenen Geschichten verbürgen zu können. „Wir halten nichts von den Eil- und Spitzenmeldungen“, meinte Norgay. „Damit könnte die Menschenrechtsethik bis zu einem gewissen Grad überstrapaziert werden“.
Wie er erklärt, betrachtet „China die Berichterstattung über Menschenrechtsverletzungen an die Außenwelt nicht als eine edle Sache, sondern als Verrat von Staatsgeheimnissen. Die Behörden sehen in Personen, die so etwas tun, keine Menschenrechtsaktivisten oder Menschenrechtsverteidiger, sondern Kriminelle, die sie sogar als Terroristen brandmarken können. Das ist ein entsetzliches Problem für uns. Wir möchten nicht, daß jemand im Gefängnis landet.“ Die Mitarbeiter des Zentrums wissen genau, was das bedeutet. Zwei von ihnen, Dawa Tsering und Jampa Monlam, sind selbst ehemalige politische Gefangene, die vier bzw. fünf Jahre im Drapchi-Gefängnis in Lhasa eingesperrt waren – einem Ort, der gleichbedeutend mit Folter ist.
So sorgfältig sie auch sein mögen, es ist unvermeidlich, daß gelegentlich die eine oder andere ihrer Quellen in Tibet von den chinesischen Sicherheitskräften entdeckt wird, die eine umfassende Kontrolle über persönliche Kommunikationskanäle wie Telefon und Email ausüben. Norgay wird ganz leise, als er auf meine Frage antwortet, wie sein Büro mit so etwas umgeht. „Wann immer Personen festgenommen und ins Gefängnis geworfen werden, weil sie den Mut aufbrachten, der Außenwelt die Wahrheit über Tibet mitzuteilen, dann empfinden wir es als einen schweren Verlust“.
Aber zuweilen bestehen die Informanten sogar darauf, daß das Zentrum das veröffentlicht, was sie ihm mitgeteilt haben. „Sie sagen dann, und das ist wirklich tapfer von ihnen: ‚Macht euch keine Sorgen um uns, wir sind bereit uns zu opfern’. Wenn sie so etwas mit solchem Enthusiasmus und so starkem Willen sagen, dann fragen wir noch einmal zurück: ‚Wollt ihr wirklich, daß wir es veröffentlichen?’ Und wenn sie dann ‚Ja’ sagen, bleibt uns nichts anderes übrig als es zu tun. Sie sind sich des Risikos, das sie damit eingehen, voll bewußt“.
Ich vermute, daß Norgay sein Mobiltelefon ständig in Betrieb hat. „24 Stunden am Tag, Jeder kann mich aufwecken, zu jeder beliebigen Zeit“, sagt er und lächelt zum ersten Mal während unseres Gesprächs.
Rebecca Novick ist eine derzeit in Dharamsala lebende Journalistin, die Programme für den Radiosender „Tibet Connection“ herstellt. Quelle: The Huffington Post (nicht-autorisierte Übersetzung). ************************************* Die Seite von China-Observer gehört zu denjenigen, die in dem Medienzentrum in Peking blockiert wurde, näheres siehe PRESSEMITTEILUNG des china-observer.de: http://www.china-observer.de/index.php?entry=entry080802-093435
Übersetzung: Adelheid Dönges, Revision: Angelika Mensching ************************************************************* * Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) * Arbeitsgruppe München * Adelheid Dönges, Packenreiterstr. 18, 81247 München * Tel (+49 89) 811 35 74 oder (+49 40) 480 80 77 (Angelika Mensching) * tibet@igfm-muenchen.de, www.igfm-muenchen.de/tibet/tibetstart.html * Spendenmöglichkeit: IGFM München, * Kto 158393803, Postbank München, BLZ 700 100 80 * IBAN DE71700100800158393803 – BIC PBNKDEFF * Bei den Übersetzungen handelt es sich um nicht-authorisierte. ***********************************************************
mit der Bitte, sich bei seinem bevorstehenden Besuch in Peking zur
Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele ernsthaft um eine Lösung der
Tibet-Krise zu bemühen und das Thema der Verletzung der Menschenrechte
deutlich anzusprechen.
am Sonntag, 10. August 2008 in der ufaFabrik Berlin, Viktoriastr. 10-18, 12105 Berlin / Tempelhof
Die Veranstaltung ist ein Benefiz für die TibetanChildren’s Villages-Projekte (TCV) des DANA e.V. München/ www.dana-ev.de.
Die Künstler/Innen treten kostenlos auf. Der gesamte Erlös kommt direkt tibetischen Flüchtlingskindern zugute.
Vor der Kulisse der ehemaligen Filmschatzkammern der UFA werden Hollywood-Schauspielerin und Tibet-Aktivistin Yangzom Brauen und der Berliner Entertainer & Sänger MichiMC durch das Programm ab 15 Uhr führen und uns auf eine musikalische Reise über 5 Kontinente um die ganze Welt führen – als Zeichen der weltweiten Solidarität mit dem tibetischen Volk.
Zur Party ab 22 Uhr wird u.a. Dr. Motte, der Erfinder der Loveparade auflegen.
Mit unserem Event unterstützen wir damit auch die weltweite Protest-Aktion “A CANDLE FOR TIBET” www.candle4tibet.org anlässlich der Eröffnung der Olympischen Spiele in Beijing.
Nach alter Tradition wird in Tibet das „Fest des Gesangs, der Oper und des Theaters“ über mehrere Tage gefeiert, was nach unserem Kalender auf einen Zeitraum zwischen August und September fällt. Wie das Tibetische Volk feiern wir dieses Fest mit Musik/ Konzerten, Film/ Videos, Infos und Party-DJs.
Das Event bringt uns die Kultur und Traditionen des tibetischen Volkes näher und steht für Toleranz, Freiheit und Frieden in der ganzen Welt!
Mit dieser Party wollen wir auch an das Schicksal Tibets erinnern und anlässlich der Olympischen Spiele in Beijing ein an China gerichtetes Zeichen setzen, die Menschenrechte und Freiheiten einzuhalten.
Durch die zunehmende Chinesisierung in allen Lebensbereichen fällt es den Tibetern immer schwerer ihre eigene Kultur zu leben, was bis dahin führt, dass immer weniger Tibeter ihre eigene Sprache beherrschen. Deshalb unterstützen wir speziell Tibetische Flüchtlingskinder und -jugendliche in Indien darin, ihre Kultur unbeeinträchtigt von politischen Strömungen zu leben. Durch die jahrelange Hilfstätigkeit des DANA e.V. ist gesichert, dass die Hilfe wirklich direkt und uneingeschränkt den Kindern zugute kommt.
Feiern auch Sie mit uns und helfen Sie mit! Berichten Sie über unser Benefiz-Event!
Während des Festes gibt es einen BAZAR mit Info-und Verkaufsständen, Kinderprogramm und Kinder-Attraktionen.
Im Theatersaal läuft zur Veranstaltung ein Film-/ Videoprogramm mit Filmen u.a. von Kurt Frischknecht, Thomas Wilke, Angelique & Michael Pakleppa, Inka Jochum, Andrea Bakos und Stor Dubiné.
Infos zum Event finden Sie u.a. auf folgenden Websites: